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2. INTENSIVTEST IN DEUTSCHER SPRACHE
Klinische Abteilung für Allgemeine
und Chirurgische Intensivmedizin,
Universität Innsbruck
1) Nach der Intubation eines Patienten mit akut exazerbierter
COPD kommt es kurz nach der Intubation zur hämodynamischen Instabilität.
Welche der folgenden Aussagen zur Ursache und der Therapie dieses Zustandes
ist (sind) richtig?
a) Eine mögliche Ursache für die hämodynamische
Instabilität ist die Entstehung eines Spannungspneumo-thorax
b) Eine mögliche Ursache für die hämodynamische Instabilität
ist eine Reduktion des venösen Rückstroms durch eine dynamische
Hyperinflation
c) Eine einseitige Intubation kann bei diesen Patienten bereits eine hämodynamische
Instabilität hervorrufen
d) Die sofortige Erstmaßnahme ist die beidseitige Anlage einer Bülau-Drainage
e) Die sofortige Erstmaßnahme ist die Reduktion der Beatmungsfrequenz
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2) Bezüglich der Therapie einer Hyponatriämie
ist (sind) folgende Aussage(n) richtig:
a) Hyponatriämien, die über 24 Stunden bestehen,
werden als chronisch bezeichnet
b) Eine akute Therapie mit 3-5%igem NaCl ist bei allen Hyponatriämien
unter 125 mmol/l indiziert
c) Patientinnen weisen beim Bestehen einer Hyponatriämie eine deutlich
erhöhte Morbidität und Mortalität gegenüber männlichen
Patienten auf
d) Bei der Therapie einer akut entwickelten Hyponatriämie sollte
das Serum Natrium nicht über 20-25 mmol/l während der ersten
24 Stunden steigen
e) Wird eine chronische Hyponatriämie zu rasch korrigiert, kann es
zu einem akuten Hirnödem kommen
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3) Welche Aussage(n) bezüglich der Kolloide ist (sind)
richtig?
a) Die Infusion von HES kann zu einer Erhöhung der
Serum-Amylase führen
b) Eine hohe Zufuhr von Kolloiden (bes. HES oder Dextranen) kann zu Fehlern
bei der Blutgruppenbestimmung führen
c) Gelatinepräparate haben unter allen Kolloiden den geringsten Einfluss
auf die Blutgerinnung
d) Bei der Primärtherapie des hämorrhagischen Schocks ist die
Gabe von kolloidalen Lösungen eindeutig der Gabe von Kristalloiden
vorzuziehen
e) Die Gabe von Humanalbumin beim Patienten mit abdomineller Sepsis verringert
die Inzidenz von Darm-anastomoseninsuffizienzen signifikant
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4) Das EKG eines Patienten mit Tumor-Lyse-Syndrom zeigt
folgendes Bild:

Welche der folgende(n) Aussage(n) zur Behandlung
dieses Patienten ist (sind) richtig?
a) Calcium-Glukonat sollte als Bolus langsam
i.v. verabreicht werden
b) 100 mval Natriumbikarbonat sollte i.v. verabreicht werden
c) Eine Infusion mit Insulin/Glukose sollte begonnen werden
d) Eine wahrscheinliche Hypomagnesiämie sollte ausgeglichen werden
e) Der Beginn einer kontinuierlichen Hämodiafiltration ist nur bei
gleichzeitiger bestehender Oligurie oder Anurie indiziert
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inklusive Erklärung finden Sie HIER!
5) Welche der folgenden Faktoren beeinflussen
den Afterload des linken Ventrikels?
a) Ventrikelwanddicke
b) Radius des Ventrikels
c) Intrathorakaler Druck
d) Intraventrikulärer Druck
e) Herzfrequenz
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6) Ein 58-jähriger Mann mit einem neu
diagnostizierten multiplen Myelom zeigt Zeichen einer Infektion (CRP steigend,
Fieber) und zeigt ein eindeutiges Infiltrat im Thorax-Röntgen. Gleichzeitig
zeigt er eine milde Anämie, leicht erhöhte Serum-Harnstoff-
und Serum-Kreatinin-Werte im Vergleich zu einer Routine-Untersuchung vor
einem Jahr. Der Patient hatte noch keine Chemotherapie für das neu
aufgetretene multiple Myelom. Welche der folgenden Aussagen treffen für
diesen Patienten zu?
a) Das immunologische Problem bei diesem
Patienten liegt in einer deutlich verminderten T-Zellfunktion
b) Dieser Patient ist besonders anfällig für Infektionen mit
Pneumokokken und Hämophilus influenzae
c) Eine ideale Antibiotika-Kombination bei noch nicht bekanntem Erreger
ist die Verwendung eines Antipseudomonas-Penicillins kombiniert mit einem
Aminoglycosid
d) Bei noch nicht bekanntem Erreger ist eine "blinde" Antibiotika-Therapie
mit einem Aztreonam eine gute Wahl
e) Der beim multiplen Myelom vorliegende Immundefekt prädisponiert
zur Infektion mit umkapselten Bakterien
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7) Welche der folgenden Aussagen zur postoperativen
Intensivtherapie in der Ösophagus-Chirurgie ist (sind) richtig?
a) Eine typische Komplikation der akuten
postoperativen Phase (72 h) ist das Auftreten einer respiratorischen Insuffizienz
b) Eine Anastomoseninsuffizienz tritt typischerweise nach der ersten Woche
auf
c) Bei der akuten Ösophagusruptur (Boerhaave-Syndrom) kommt es meist
zu einem linksseitigen Pleuraerguss
d) Eine Kontrastmitteluntersuchung zur Diagnose einer Ösophagusruptur
sollte mit Barium durchgeführt werden
e) Eine erhöhte Amylase-Konzentration im Pleuraerguss ist ein eindeutiger
Hinweis auf eine Ösophagus-Ruptur
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8) Ein 28-jähriger Mann mit bekanntem
Typ Diabetes mellitus entwickelt Nausea und anhaltendes Erbrechen über
2 Tage. Während dieser Zeit wurde die Insulin-Therapie unterbrochen.
Nach Aufnahme auf der AICU werden folgende Laborparameter bestimmt: Serum-Natrium
146 mmol/l; Serum Kalium 3,3 mmol/l; Serum-Chlorid 92 mmol/l; Blutzucker
525 mg/dl; Serum-Harnstoff 62 mg/dl; pH 7,411; PaCO2 39 mmHg; PaO2 82
mmHg; Serum-Bikarbonat 24 mmol/l
Welche der folgenden Säure-Basen-Störungen
beschreibt den Zustand des Patienten am besten?
a) Metabolische Azidose
b) Metabolische Alkalose mit respiratorischer Azidose (kompensatorisch)
c) Metabolische Azidose und metabolische Alkalose
d) Metabolische Azidose und respiratorische Alkalose (kompensatorisch)
e) Es liegt keine Störung des Säure-Basen-Haushaltes vor
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9) Welche Frage(n) zum Thema SHT ist (sind)
richtig?
a) Diffuse axonale Schädigungen sind im CT durch
kleine Einblutungen gekennzeichnet und haben daher eine relativ gute Prognose
b) Hypotension und Hypoxie führen beim SHT zu einer Verschlechterung
der zerebralen Sauerstoffversorgung und zur zerebralen Ischämie
c) In der unmittelbaren posttraumatischen Phase (0-24 h) besteht meist
eine Hyperämie der zerebralen Zirkulation
d) Die Ischämiegefahr nach einem SHT ist vom 4. bis 6. Tag am höchsten
e) Das zytotoxische Hirnödem ist bedingt durch ischämische Zellschädigung
und erreicht sein Maximum meist innerhalb der ersten 48-72 Stunden
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10) Welche Aussage(n) bezüglich des Säure-Basen-Haushaltes
ist (sind) richtig?
a) Ein akuter Anstieg im PCO2 um 10 mmHg geht mit einer
Erhöhung des aktuellen Bikarbonats um 1-2 mmol/l einher.
b) Ein akuter Anstieg im PCO2 um 10 mmHg geht mit einem Abfall des Standardbikarbonats
um 1-2 mmol/l einher
c) Ein Absinken des pH-Wertes um 0,1 bei respiratorischer Azidose führt
zu einem Anstieg des Serum-Kaliums um ca. 0,5 mmol/l
d) Ein akuter Anstieg des PCO2 um 10 mmHg geht mit einem Abfall des pH
um 0.2 Einheiten einher
e) Bei einer Anionengapazidose ist die diabetische Ketoazidose eine mögliche
Differentialdiagnose
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11) Welche der folgenden Aussagen über das akute
Leberversagen ist (sind) richtig?
a) Die häufigste Ursache des akuten Leberversagens
ist die virale Hepatitis (Hepatitis B)
b) Die Hypoxämie des Patienten mit akutem Leberversagen ist meist
bedingt durch eine basale Atelektasen-Bildung
c) Der Anstieg der PT nach Gabe von Vitamin K ist ein guter Parameter
zur Überprüfung der hepatischen Synthesefunktion
d) Die Mortalität des akuten Leberversagens beträgt 10-15%
e) Haupttodesursache beim akuten Leberversagen ist der therapieresistente
vasodilatorische Schock
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12) Welche der folgenden Aussagen bezüglich des Harnsediments
ist (sind) richtig?
a) Granuläre Zylinder finden sich typischerweise
bei einer Glomerulonephritis
b) Eosinophile Zylinder finden sich typischerweise bei einer interstitiellen
Nephritis
c) Erythrozytenzylinder finden sich typischerweise beim akuten postoperativen
Nierenversagen
d) Wenig Leukozyten können physiologischerweise im Harnsediment enthalten
sein
e) Einige hyaline Zylinder können physiologischerweise im Harnsediment
enthalten sein
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13) Welche der folgenden Aussagen zum abdominellen Aortenaneurysma
(BAA) ist (sind) richtig?
a) Suprarenale sind seltener als infrarenale BAA
b) Das Nierenversagen nach Operation eines infrarenalen BAA ist eine sehr
seltene Komplikation
c) Patienten mit BAA haben zu 30% eine begleitende KHK
d) Dopamin kann durch seine renal vasodilatierende Wirkung und durch Hemmung
der Na/K-ATPase im proximalen Tubulus ein postoperatives Nierenversagen
verhindern'
e) Durch die postoperative Anwendung eines Epiduralkatheters nach BAA-OP
können myokardiale Ischämien nicht signifikant reduziert werden
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14) Das end-tidale PCO2 fällt bei einem relaxierten,
mechanisch beatmeten Patienten plötzlich von 35 auf 25 mmHg. Nach
der sofort abgenommenen arteriellen Blutgasanalyse sollte welche der folgenden
Handlungen unmittelbar durchgeführt werden?
a) Spiral-CT zum Ausschluss einer Pulmonalembolie
b) Thorax-Röntgen zum Ausschluss eines Pneumothorax
c) Bestimmung des Cardiac Output
d) Verminderung der Atemfrequenz am Respirator
e) Zurückziehen des Tubus um 1-2 cm
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15) Welche der folgenden Aussagen über die Auswirkung
von PEEP auf den intrakraniellen Druck beim SHT-Patienten ist (sind) richtig?
a) Eine Oberkörperhochlagerung kann die negative
Auswirkung von PEEP auf einen erhöhten ICP reduzieren
b) Eine verminderte pulmonale Compliance vermindert die negativen Auswirkungen
von PEEP auf einen erhöhten ICP
c) Da die Auswirkungen eines höheren PEEP auf den ICP nicht gut abgeschätzt
werden kann, sollte ein Monitoring des ICP durchgeführt werden
d) Ein erhöhter ICP ist eine absolute Kontraindikation für die
Verwendung eines PEEP über 10 mbar
e) Muss ein hoher PEEP (> 10 mbar) angewandt werden, so sollte zur
Kompensation eines ICP-Anstiegs eine moderate Hyperventilation durchgeführt
werden
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16) Welche der folgenden Aussagen zur Erkrankung der thorakalen
Aorta ist (sind) richtig?
a) Thorakale Aortenaneurysmen (verum) können nach
DeBakey oder nach Stanford klassifiziert werden
b) Die Rupturrate einer akuten Aortendissektion liegt bei 50% in den ersten
48 h
c) Die traumatische Aortenruptur findet sich meist im Aortenbogen, da
die Aorta dort an den großen Gefäßen aufgehängt
ist
d) Zur nicht-invasiven Diagnostik der akuten Aortendissektion kann die
transösophageale Echokardiographie und die Kontrast-unterstützte
Computertomographie herangezogen werden
e) Bei der akuten Aortendissektion muss eine Absenkung des systolischen
Blutdrucks auf 100-120 mmHg mittels beta-Blockade sofort durchgeführt
werden
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17) Welche der folgenden Aussagen über Nebenwirkungen
von Antibiotika in der Intensivmedizin ist (sind) richtig?
a) Aufgrund einer Thiotetrazol-Seitenkette können
manche Cephalosporine zu einer plasmatischen Gerinnungs-störung führen
b) Durch eine breite und ungezielte Anwendung von Carbapenemen kann es
zur Selektionierung von Stenotrophomonas, Acinetobacter und Enterokokken
kommen
c) Die Nephrotoxizität von Aminoglykosiden kann durch die gleichzeitige
Gabe von Furosemid (Lasix) reduziert werden
d) Fluconazol kann in bis zu 20% zu einem Anstieg der Transaminasen führen
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18) Welche der folgenden Aussagen über die Lungenkontusion
ist (sind) richtig?
a) Das klinische Ausmaß der Oxygenierungsstörung
ist meist ausgeprägter als die Veränderungen im Thorax-röntgen
vermuten lassen
b) Rippenfrakturen sind immer vorhanden
c) Durch die Freisetzung von Blut im Kontusionsgebiet erhöht sich
die Gefahr der Atelektasenbildung, sowie der Infektion
d) Lungenkontusionen können meist unmittelbar nach dem Trauma gut
im Thoraxröntgen diagnostiziert werden
e) Die Lungenkontusion bildet sich im Thoraxröntgen meist innerhalb
von 48-72 Stunden wieder zurück
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19) Ein 58-jähriger Mann mit vorbestehendem Sinusrhythmus
entwickelt am 1. Tag nach einer Mitralklappen-Operation eine regelmäßige
Breitkomplex-Tachykardie und ist zugleich dyspnoisch. Seine Herzfrequenz
ist 150 Schläge pro Minute, sein Blutdruck 120/80 mmHg. Der temporäre
Schrittmacher ist auf eine atriale Frequenz von 85 Schlägen pro Minute
eingestellt.
Die korrekte initiale Behandlung für diesen Patienten
ist
a) Atriales Overdrive-pacing mit 320 Schlägen/Minute
b) Synchronisierte externe Kardioversion mit 100 J
c) Intravenöse Verabreichung von 5 mg Verapamil über 3 Minuten
d) Intravenöse Kaliumverabreichung mit 20 mmol/h solange der Serumspiegel
< 5 mmol/l bleibt
e) Intravenöse Verabreichung von 100 mg Lidocain gefolgt von einer
kontinuierlichen Lidocain-Infusion von 1-4 mg/min
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20) Welche der folgenden Kriterien sind nicht in
der Definition des ARDS enthalten?
a) Wedge-Druck < 18 mmHg
b) Diffuse, bilaterale Infiltrationen im Thoraxröntgen
c) Horowitz-Quotient < 200
d) Inspiratorische Sauerstoffkonzentration > 60%
e) PEEP > 10 mbar
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21) Welche der folgenden Aussagen zur Therapie der nekrotisierenden
Enterokolitis (NEK) durch Clostridium difficile ist (sind) richtig?
a) Die NEK kann durch Vancomycin p.o. 4 x 250 mg therapiert
werden
b) Die NEK kann durch Vancomycin i.v. 4 x 250 mg therapiert werden
c) Die NEK kann durch Metronidazol i.v. 3 x 500 mg therapier werden
d) Die NEK kann durch Furantoin p.o. 3 x 3 mg therapiert werden
e) Die NEK kann durch Clindamycin i.v. 3 x 600 mg therapiert werden
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22) Ein 12-jähriges Kind entwickelt 4 Tage nach einer
Operation einer Aortenisthmus-Stenose ein gespanntes Abdomen und Übelkeit.
Darmgeräusche sind nicht nachweisbar. Im Stuhl wird Blut nachgewiesen.
Die Leukozytenzahl beträgt 20.000/mm3. Welche der folgenden initialen
Behandlungsmöglichkeiten ist (sind) falsch?
a) Nahrungskarenz
b) Kontrastmitteluntersuchung des oberen Gastrointestinaltraktes
c) Antihypertensive Therapie
d) Prednisolon i.v.
e) Laparotomie
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23) Welche der folgenden Komplikationen ist (sind) Komplikationen
nach aneurysmatischer Subarachnoidal-blutung?
a) Vasospasmus
b) Hydrocephalus
c) Hyponatriämie
d) Nachblutung
e) Hypovolämie
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24) Welche der folgenden Aussagen zum Fettemboliesyndrom
ist (sind) richtig?
a) Das Fettemboliesyndrom tritt typischerweise mit einer
Latenz von 24-72 h nach dem auslösenden Insult auf
b) Da das Fettemboliesyndrom eine selbstlimitierende Erkrankung darstellt,
ist die Therapie des Syndroms rein supportiv
c) Typische klinische Erstmanifestationen sind Verwirrung, Thrombozytopenie
und petechiale Hautblutungen (Axilla, Leiste)
d) Ein Fettemboliesyndrom kann auch nach einem schweren Schock oder einem
Herz-Kreislauf-Stillstand auftreten
e) Durch eine frühzeitige, hochdosierte Heparingabe können beim
Patienten mit Fettemboliesyndrom thrombotische Komplikationen verhindert
werden
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25) Welche der folgenden Aussagen über radiologische
Techniken in der Diagnostik des akuten Nierenversagen ist (sind) richtig?
a) Aussagekräftige diagnostische Aussagen des intravenösen
Pyelogramms können erwartet werden bei Kreatininwerten bis 7 mg%
b) Eine CT-Untersuchung bietet viel Information bezüglich der Ätiologie
des akuten Nierenversagens
c) Die Sonographie ist das Diagnostikum der Wahl zum Nachweis eines postrenalen
Nierenversagens
d) Eine renale Szintigraphie ist ein sicheres bildgebendes Verfahren und
erlaubt Rückschlüsse auf die renale funktionale Kapazität
e) Beim Vorliegen eines akuten hämofiltrationspflichtigen Nierenversagens
ist eine Computertomographie-Untersuchung mit Kontrastmittel kontraindiziert
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26) Welche der folgenden Aussagen zur Hirntoddiagnostik
ist (sind) richtig?
a) Der Atemstillstand zählt zu den Hauptkriterien
des Hirnstammsyndroms und stellt den Ausfall des medullären Hirnstamms
dar
b) Der Cornealreflex fehlt beim Hirntodsyndrom
c) Die Irreversibilität einer Hirnschädigung kann bei primär
supratentoriellen und sekundären Hirnschädigungen allein durch
die klinische Untersuchung (persistierendes Koma, Hirnstammareflexie,
fehlende Spontanatmung) bewiesen werden
d) Eine EEG-Untersuchung mit Nulllinie ist für die Feststellung des
Hirntodes obligat
e) Die Durchführung von evozierten zerebralen Potentialen ist für
die Feststellung des Hirntodes obligat
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27) Welche der folgenden Aussagen über Antibiotika
in der Intensivmedizin ist (sind) richtig?
a) Um eine optimale antibakterielle Wirkung zu erreichen,
sollten Aminoglykosid-Antibiotika in 2 bis 3 Dosierungen pro Tag verabreicht
werden
b) Fosfomycin ist aufgrund seiner Molekülgröße ein relativ
schlecht gewebsgängiges Antibiotikum
c) Mit Cephalosporinen können bei Meningitis hohe Gewebsspiegel im
Hirn erreicht werden
d) Das Hauptproblem einer Antibiotika-Therapie unter kontinuierlicher
Hämofiltration ist die Überdosierung
e) Nach einer intermittierenden Hämodialyse sollter zur Aufrechterhaltung
adäquater Serumkonzentrationen eine Supplementärdosis des Antibiotikums
verabreicht werden
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28) Ein 24-jähriger Student klagt über zunehmende
Müdigkeit und Palpitationen. Die physikalische Untersuchung ist unauffällig.
Im EKG zeigt sich eine irreguläre Tachykardie (Abb. 1). 2 Minuten
nach der Gabe von 5 mg Verapamil i.v. entwickelt der Patient ein Kammerflimmern
und wird erfolgreich defibrilliert. Lidocain wird i.v. verabreicht und
der Patient auf die AICU transferiert. Das Aufnahme-EKG auf der AICU ist
in der Abb. 2 gezeigt.

Abbildung 1

Abbildung 2
Welche der folgenden Aussagen zur Therapie
dieses Patienten ist (sind) richtig?
a) Eine idiopathische, polymorphe ventrikuläre
Tachykardie im Zusammenhang mit einem langen QT-Intervall ist anzunehmen,
und der Patient deshalb auf Hypokaliämie, Hypokalziämie, Hypomagnesiämie,
sowie die Gabe von Phenothiazinen genau zu evaluieren
b) Digoxin oder Verapamil sollten bis zur klaren Diagnosestellung der
Tachykardie unbedingt vermieden werden
c) Dieses EKG ist verdächtig auf Myokarditis. Eine Myokardbiopsie
und die sofortige Einleitung einer Kortison-Therapie ist indiziert
d) Antiarrhythmika der Klasse Ia und Ic können bei dieser Form von
Tachyarrhythmie Kammerflimmern induzieren
e) Ajmalin oder Amiodarone stellen geeignete Antiarrhythmika für
die Therapie dieses Patienten dar
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29) Welche/r der folgenden Laborparameter
ist (sind) nicht typisch für einen Patienten mit schwerer Rhabdo-myolyse?
a) Hyperkaliämie
b) Hyperphosphatämie
c) Erhöhung von GOT und LDH
d) Hypercalciämie
e) Hypermagnesiämie
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30) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
Pneumonie ist (sind) richtig?
a) Pneumokokken, Haemophilus inf., Moxarella
cat., Staphylokokkus aureus und Legionella pneum. sind die häufigsten
Erreger einer "community-acquired" Pneumonie
b) "Community-acquired" Pneumonien bei Patienten aus Pflegeheimen
sind häufig durch hochresistente gram-negative Erreger verursacht
c) Bei zahnlosen Patienten ist das Auftreten von Pneumonien mit anaeroben
Keimen sehr unwahrscheinlich
d) Wird bei Vorliegen einer Pneumonie im endotracheal über den Tubus
gewonnenen Trachealsekret ein Keim nachgewiesen, so ist dieser Keim zu
80% Auslöser der Pneumonie
e) Wird bei Vorliegen einer Pneumonie in der Blutkultur oder im Pleuraerguss
ein Keim nachgewiesen, so ist dieser Keim höchstwahrscheinlich Auslöser
der Pneumonie
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31) Welche der folgenden Aussagen über
die intraaortale Ballonpumpe (IABP) ist (sind) richtig?
a) Ein bestehendes Aortenaneurysma ist eine
Kontraindikation für die Installation einer IABP
b) Die Balloninflation der IABP muss bei EKG-Triggerung an der Spitze
der T-Welle beginnen
c) Die Ballondeflation der IABP muss bei EKG-Triggerung mit der R-Zacke
abgeschlossen sein
d) Bei einer Aorteninsuffizienz II-III° kann die Anlage einer IABP
bei schwerem kardiogenem Schock indiziert sein
e) Die Spitze der IABP sollte sich im Thoraxröntgen knapp unter den
Abgang der A.subclavia sin. projizieren
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32) Ein 58-jähriger Alkoholiker mit
Fieber, Schüttelfrost und produktivem Husten (eitriges Sputum) seit
4 Tagen wird auf der AICU aufgenommen. Der Patient ist hämodynamisch
instabil, benötigt Flüssigkeit und 1µg/kg/min Phenylephrine
i.v., damit ein MAP von > 65 mmHg erzielt werden kann. Das Thoraxröntgen
nach Aufnahme ist nachfolgend abgebildet.

Eine Infektion mit welchem der folgenden
Keime liegt am wahrscheinlichsten bei diesem Patienten vor?
a) Streptococcus pneumoniae
b) Staphylococcus aureus
c) Chlamydia pneumoniae
d) Legionella pneumophila
e) Moraxella catarrhalis
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33) Welche der folgenden Aussagen über
die heparin-induzierte Thrombozytopenie Typ II (HIT II) ist (sind) richtig?
a) Bei niedermolekularen Heparinen tritt
die HIT II seltener auf als bei unfraktionierten Heparinen
b) Beim Verdacht auf das Vorliegen einer HIT II ist auch Danaparoid-Natrium
(Orgaran®) zu vermeiden, da es in einem geringen Prozentsatz ebenfalls
eine HIT auslösen kann
c) Bei der HIT II können trotz der vorliegenden Thrombozytopenie
und der Gerinnungsstörung arterielle Thrombosierung auftreten
d) Ein negativer Test auf HIT-Antikörper schließt das Vorliegen
einer HIT II aus
e) Die Thrombozytopenie bei HIT II ist bedingt durch eine immunologisch
vermittelte Aggregation der Thrombozyten
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34) Welche der folgenden Faktoren können
zu einer klinisch relevanten Erhöhung des myokardialen Sauerstoff-verbrauchs
führen?
a) Hyperthermie
b) Hypotension
c) Tachykardie
d) Hypertension
e) Katecholamine
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35) Welche der folgenden Interventionen ist
(sind) geeignet, um zu unterscheiden, ob ein Shunt oder ein Ventilations-Perfusions-Mismatch
die Ursache einer Hypoxämie ist?
a) Veränderung des PaO2 nach Erhöhung
der FiO2 auf 1,0
b) Errechnung der Messwerte des Pulmonaliskatheters (Qs/Qt)
c) Durchführung eines Ventilations-Perfusions-Scans
d) Messung der statischen Compliance am Respirator
e) Ausschluss einer Atelektase am Thoraxröntgen
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36) Welche der folgenden Aussagen zur parenteralen
Ernährung ist (sind) richtig?
a) Die Höchstdosis der einzelnen Bestandteile
zur parenteralen Ernährung beträgt: Fett (2 g/kd/d), Kohlehydrate
(10 g/kg/d) und Aminosäuren (1 g/kg/d)
b) Glutamin ist eine wichtige Aminosäure für Zellen mit hoher
Zellteilung (z.B. Darmmukosa, Immunzellen)
c) Eine zu hohe Glukosezufuhr kann zu einem Anstieg des Triglyzerid-Spiegels
und zur Entwicklung einer Fettleber führen
d) Die Fettzufuhr kann eine Thrombozytopenie verursachen
e) Eine hyperkalorische Ernährung ist bei Patienten mit Sepsis indiziert
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37) Welche der folgenden Aussagen zur Untersuchung
des Harnsediments ist (sind) richtig?
a) Das Vorliegen eines unauffälligen
Harnsediments schließt ein renales Nierenversagen mit großer
Wahrscheinlichkeit aus
b) In einem unauffälligen Harnsediment dürfen weniger Erythrozytenzylinder
vorhanden sein
c) In einem unauffälligen Harnsediment dürfen einige hyaline
Zylinder vorhanden sein
d) Eosinophile Granulozyten im Harnsediment deuten auf eine interstitielle
Nephritis hin
e) Erythrozytenzylinder deuten auf eine tubuläre Schädigung
hin
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38) Welche Frage(n) zum Thema SHT ist (sind)
richtig?
a) Elektrolytstörungen sind häufige
Komplikationen nach SHT
b) Rhythmusstörungen nach SHT treten meist nur bei begleitendem Thoraxtrauma
auf
c) Beugesynergismen auf Schmerz deuten auf eine Läsion im oberen
Mittelhirn hin
d) Stecknadelkopfgroße Pupillen finden sich bei Läsionen im
Bereich des Pons
e) Für diffuse kortikale Läsionen ist eine Maschinenatmung typisch
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39) 96 Stunden nach der Aufnahme auf einer
traumatologischen Intensivstation entwickelt ein poly-traumatisierter
Patient bei Z.n. Splenektomie ein oligurisches Nierenversagen und ein
progressives Lungenversagen mit ständig ansteigenden Atemwegsdrücken.
Der intraabdominelle Druck, gemessen mittels eines Harn-Dauerkatheters,
beträgt 45 mmHg. Welche der folgenden Aussagen bezüglich der
Therapie dieses Patienten ist (sind) richtig?
a) Der Beginn einer Hämofiltration und
invasiver IRV-Beatmung ist indiziert
b) Der Patient sollte sofort laparotomiert werden
c) Eine kontinuierliche venovenöse Hämofiltration sollte begonnen
werden
d) Die ideale Therapie für diesen Patienten ist Flüssigkeits-
und Proteinrestriktion, Diuretika-Therapie, sowie eine druckkontrollierte
Beatmung
e) Eine CT-kontrollierte abdominelle Druckentlastung mittels einer perkutanen
Drainage ist indiziert
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40) Welche der folgenden Aussagen zum myokardialen
Sauerstoffverbrauch ist (sind) richtig?
a) Die Kontraktilität hat den größten
Einfluss auf den myokardialen Sauerstoffverbrauch
b) Ab einer Herzfrequenz von 110/min treten myokardiale Ischämien
in der postoperativen Phase signifikant häufiger auf
c) Die Vor- und Nachlast hat keine Einfluss auf den Sauerstoffverbrauch
des Myokards
d) Corotrop führt beim Patienten mit akuter Herzinsuffizienz zu keiner
Steigerung des myokardialen Sauerstoff-verbrauchs
e) Bei hohem myokardialen Sauerstoffbedarf kann die kardiale Sauerstoffextraktionsrate
signifikant gesteigert werden
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41) Welche der folgenden Aussagen über
ein Aortenaneurysma dissecans ist (sind) richtig?
a) Eine medikamentöse konservative Therapie
zur initialen Stabilisierung ist bei allen Aortendissektionen indiziert,
einschließlich der später chirurgisch therapierten
b) Die Therapie der Wahl für proximale Dissektionen und für
Marfansyndrom-assoziierte distale Dissektionen ist die Operation
c) Die Therapie der Wahl für unkomplizierte distale Dissektionen
ist konservativ medikamentös
d) Die Aortendissektion Stanford A beginnt distal der linken A.subclavia
e) Urapidil (Ebrantil®) stellt ein ideales Medikament zur antihypertensiven
Therapie bei bestehender Aorten-dissektion dar
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42) Welche der folgenden Bedingungen schließt
die Durchführung einer Hirntoddiagnostik aus?
a) Hypothermie < 32°C
b) Mittelweite Pupillen
c) Erhaltene Bauchhautreflexe und Kremasterreflex
d) Vorliegen einer Maschinenatmung
e) Endokrine und metabolische Entgleisungen
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43) Welche der folgenden Aussagen über
das Wirkungsspektrum von Antibiotika in der Intensivmedizin ist (sind)
richtig?
a) Vancomycin ist das Antibiotikum der Wahl
bei nachgewiesenem Staphylokokken-Infekt
b) 1. und 2. Generations-Cephalosporine sind aufgrund ihres breiten grampositiven
Wirkungsspektrums eine gute Wahl bei Enterokokken-Infektionen (E.faecalis)
c) Ciprofloxacin besitzt eine gute antibakterielle Wirksamkeit gegen die
meisten gramnegativen und anaeroben Keime
d) Maxipime (Cefepim) ist ein geeignetes Antibiotikum zur Monotherapie
intraabdomineller Infektionen
e) Piperacillin und Tazobactam (Tazonam) besitzen eine gute antibakterielle
Wirksamkeit gegen die meisten Enterobakterien und Bacteroides-Stämme
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44) Welche der folgenden Aussagen zur Therapie
der akuten nekrotisierenden Pankreatitis (ANP) ist (sind) richtig?
a) Durch die Gabe von Somatostatin bei der
ANP kann die exokrine Pankreasfunktion unterdrückt und die Mortalität
gesenkt werden
b) Kalzitonin in Kombination mit Aprotinin kann die systemisch inflammatorische
Reaktion bei einer ANP reduzieren
c) Die Anlage einer Magensonde und kontinuierliche Drainage von Magensaft
reduziert nachweislich die sekretorische Pankreasfunktion und schwächt
so den Krankheitsverlauf ab
d) Die frühe, prophylaktische Gabe von Imipenem/Cilastin bei der
ANP reduziert nachweislich die Inzidenz von Pankreasinfektionen
e) Ein Pankreasabszess stellt eine absolute Indikation zur chirurgischen
und interventionell radiologischen Therapie dar
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45) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
des akuten Nierenversagens ist (sind) richtig?
a) Eine fraktionierte Natriumexkretion (FeNa)
< 1 ist spezifisch für ein prärenales Nierenversagen
b) Durch die Gabe von Furosemid wird die FeNa falsch niedrig gemessen
c) Um Unterschied zum renalen Nierenversagen ist die Harnosmolarität
beim prärenalen Nierenversagen normal bis erhöht
d) Die frühzeitige kontinuierliche venovenöse Hämofiltration
verbessert die Prognose eines akuten Nierenversagens
e) Bei der Durchführung einer kontinuierlichen venovenösen Hämofiltration
soll ein Dialysatfluss von max. 500 ml/h erzielt werden
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46) Eine 64-jährige Frau mit einer 20-jährigen
Diabetes mellitus Typ II-Anamnese wird von einem Pflegeheim wegen milder
diabetischer Ketoazidose, Fieber und Schmerzen entlang beider Flanken
auf die AICU überwiesen. In der mikroskopischen Untersuchund des
Harns zeigen sich gramnegative Stäbchen und Leukozyten in hoher Zahl.
In einer Abdomenleeraufnahme zeigen sich Luftansammlungen um beide Nieren.
Das daraufhin durchgeführte CT zeigt folgendes Bild:

Welche der folgenden Therapieschritte ist
(sind) richtig?
a) Antibiose mit einem 2. Generationscephalosporin
b) Antibiose mit Imipenem/Cilastin und Ciprofloxacin
c) bilaterale Nephrektomie
d) Antibiose mit Vancomycin und Teicoplanin
e) Nierenbiopsie
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47) Welche der folgenden Aussagen zur Intensivtherapie
des Patienten mit Aortenstenose ist (sind) richtig?
a) Eine Aortenstenose mit einem Druckgradienten
zwischen 25 und 30 mmHg wird als schwer bezeichnet
b) Bei Hypotension nach Operation einer Aortenstenose ist Phenylephrine
ein geeignetes Medikament, um den Blutdruck anzuheben
c) Um eine ausreichende diastolische Füllung und damit eine adäquate
Vordehnung des Ventrikels zu erreichen, sollte die Frequenz bei Patienten
mit Aortenstenose zwischen 100 und 140/min gehalten werden
d) Der koronare Perfusionsdruck dieser Patienten errechnet sich aus dem
mittleren arteriellen Druck (MAP), weniger dem Wedge-Druck (linksventrikulärer
enddiastolischer Druck)
e) Zur postoperativen Schmerztherapie ist die PCEA (patient controlled
epidural analgesia) mit Carbostesin/Fentanyl ein geeignetes Analgesieverfahren
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48) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
der multifokalen atrialen Tachykardie ist (sind) richtig?
a) Die multifokale atriale Tachykardie ist
eine irreguläre Tachykardie mit variabler P-Wellen-Morphologie
b) Eine multifokale atriale Tachykardie wird häufig bei Patienten
mit chronisch respiratorischer Insuffizienz gesehen
c) Eine multifokale atriale Tachykardie spricht meist gut auf Digoxin
an
d) Die Therapie der Wahl ist eine antiarrhythmische Therapie mit Verapamil
e) Bei der multifokalen atrialen Tachykardie kann die Behandlung der assoziierten
zugrundeliegenden Erkrankung die Arrhythmie verbessern
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49) Ein 24-jähriger Mann wird nach einem
Motorradunfall mit einer Beckenfraktur (Abbildung) auf der TICU aufgenommen.
Die sonographische und computertomographische Untersuchung des Abdomens
ist unauffällig. Nach urethraler Inspektion wurde ein Blasenkatheter
ohne Probleme gelegt. Vier Stunden nach Aufnahme beträgt die totale
Urinausscheidung 100 ml. Der mittlere arterielle Blutdruck beträgt
zwischen 70 und 80 mmHg, die Herzfrequenz 85 Schläge/min. Der Hämatokrit
ist 34%. Zur Analgosedierung wurde mit Sufentanil und Midazolam begonnen.

Welche der folgenden Maßnahmen sollte
als nächstes durchgeführt werden?
a) Anspülung des Blasenkatheters
b) Bolusgabe von 500 ml Ringerlaktat i.v.
c) Wechsel des Blasenkatheters
d) Durchführung eines Zystogramms
e) Durchführung eines Pyelogramms
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50) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
der Ösophagus-Perforation ist (sind) richtig?
a) Die akute, nicht traumatische Ösophagus-Perforation
(Boerhaave-Syndrom) tritt meist im mittleren Drittel des Ösophagus
auf
b) Beim Boerhaave-Syndrom kommt es typischerweise zum Auftreten eines
links-thorakalen Ergusses
c) Die Therapie der Wahl beim Boerhaave-Syndrom ist eine 24-stündige
hochdosierte breite antibiotische Therapie mit darauffolgender operativer
Sanierung
d) Bei Verdacht auf eine Ösophagus-Perforation sollte als Diagnostikum
der 1. Wahl eine Kontrastmittel-untersuchung mit Barium durchgeführt
werden
e) Bei einer spontanen Ösophagus-Perforation geht häufig massives
Erbrechen voraus
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51) Welche der folgenden Aussagen über
die akute nekrotisierende Pankreatitis (ANP) ist (sind) richtig?
a) Der Schweregrad einer ANP korreliert gut
mit den Serum-Amylase-Werten
b) Bei der schweren ANP ist das alpha-2-Makroglobulin erhöht
c) Erhöhte Amylase-Werte finden sich differentialdiagnostisch auch
bei intestinalen und gynäkologischen Erkrankungen
d) Die Serum-Lipase-Konzentration bei ANP bleibt länger erhöht
als die Serum-Amylase-Konzentration
e) Ein Abfall des Serum-Kalziums ist eine typische Elektrolytstörung
bei der schweren ANP
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52) Welche Frage(n) zum Thema SHT ist (sind)
richtig?
a) Zur Prognoseabschätzung nach SHT
werden akustisch und sensorisch evozierte Potentiale durchgeführt
b) Bei bis zu 10% der Patienten nach SHT kann es innerhalb der ersten
24 h zu einer Befundverschlechterung im CT kommen
c) Eine Mittellinienverschiebung im CT ist ab 5 mm klinisch relevant
d) Da das Gehirn nur Glukose verstoffwechseln kann und der zelluläre
Energiebedarf nach SHT meist erhöht ist, sollten Blutzuckerwerte
von 135 bis 220 mg/dl angestrebt werden
e) Die milde Hypothermie (32-35°C) ist eine erfolgversprechende Therapie
zur Behandlung des SHT
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53) Welche der folgenden Aussagen zur enteralen
Ernährung ist (sind) richtig?
a) Eine enterale Ernährung sollte nicht
vor dem 3. postoperativen Tag begonnen werden
b) Nach Polytrauma sollte die enterale Ernährung bereits innerhalb
von 12-24 h begonnen werden
c) Bei Verbrennungen sollte eine enterale Ernährung erst nach der
ersten Woche begonnen und langsam gesteigert werden
d) Bei SHT-Patienten ist eine frühzeitige (innerhalb von 24 h) enterale
Ernährung indiziert
e) Eine frühe enterale Ernährung über eine Jejunalsonde
sollte bolusweise erfolgen
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54) Welche der folgenden Aussagen betreffend
eine Thrombozytopenie nach einer Laparotomie wegen Peritonitis ist (sind)
richtig?
a) Eine solche Thrombozytopenie ist häufig
b) Eine solche Thrombozytopenie ist normalerweise assoziiert mit einer
disseminierten intravasalen Koagulation
c) Eine solche Thrombozytopenie ist normalerweise assoziiert mit klinisch
relevanten Blutungen oder Koagulopathien
d) Eine solche Thrombozytopenie ist verursacht durch eine Knochenmarkssuppression
e) Eine solche Thrombozytopenie ist typischerweise transient und selbst
limitiert und benötigt keine Substitutionstherapie
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55) Welche der folgenden Aussagen über
die akute nekrotisierende Pankreatitis ist (sind) richtig?
a) Die Mortalität und Infektionsrate
ist bei einer ANP im Pankreasschwanzbereich höher als bei einer ANP
im Pankreaskopfbereich
b) Pankreasabszesse als Komplikation einer ANP entwickeln sich üblicherweise
erst nach der 4. Woche nach Krankheitsbeginn
c) Eine Pankreatitis Grad B (CT-Klassifikation nach Balthazar) hat eine
Infektionsrate von < 1%
e) Eine Pankreatitis Grad D, E (CT-Klassifikation nach Balthazar) hat
eine Infektionsrate von 30-40%
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56) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
Wundinfektionen ist (sind) richtig?
a) Eine Wundinfektion tritt nicht vor dem
2. postoperativen Tag auf
b) Wundinfektionen zwischen dem 3. und 6. postoperativen Tag sind meist
durch beta-hämolysierende Streptokokken bedingt
c) Späte Wundinfektionen (nach dem 6. postoperativen Tag) sind meist
durch gramnegative Bakterien bedingt
d) Frühe Wundinfektionen (am 1. und 2. postoperativen Tag) können
durch Clostridien bedingt sein
e) Bei offenen Frakturen und Weichteiltraumen ist die Kombination Penicillin/Cefamandol
eine gute antibiotische Infektionsprophylaxe
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57) Die akute Nebennieren-Rindeninsuffizienz
(Addison-Krise) ist ein intensivmedizinischer Notfall. Welche der folgenden
Aussagen ist (sind) bezüglich der Addison-Krise richtig?
a) Das versehentliche Absetzen einer vorbestehenden
Cortison-Therapie beim Intensivpatienten kann niemals eine akute Addison-Krise
auslösen
b) Ein plötzliches Absetzen einer hochdosierten Hydrocortison-Substitutionstherapie
nach 5 Tagen führt zu einer akuten Addison-Krise
c) Bei einem hochgradig instabilen Patienten mit Verdacht auf Addison-Krise
kann Dexamethason sofort verabreicht werden, weil es den diagnostisch
wichtigen "schnellen" ACTH-Test nicht beeinflusst
e) Dexamethason ist das Kortikoid mit der niedrigsten mineralokortikoiden
Potenz
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58) Welche(s) der folgenden Symptome ist
(sind) nicht typisch für ein fulminantes Leberversagen?
a) Hyperglykämie
b) Hypoxämie
c) Hyperdynamisches Kreislaufversagen
d) Thrombozytopathie
e) Hirndruck
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59) Welche der folgenden Aussagen bezüglich
Antibiotika-Therapie ist (sind) richtig?
a) Cephalosporine sind Antibiotika der zweiten
Wahl zur Behandlung von Infektionen durch Enterokokken
b) Zur Behandlung von Pankreasinfektionen sind Aminoglykoside aufgrund
ihrer guten Gewebsgängigkeit sehr gut geeignet
c) Die Antibiotika-Prophylaxe bei offenem SHT mit Liquorrhoe kann mit
Penicillin und Cefamandol durchgeführt werden
d) Eine Nebenwirkung von beta-Laktam-Antibiotika ist das Absenken der
Krampfschwelle
e) Cefamandol kann durch Vitamin K-antagonistische Wirkung zur Erhöhung
des Blutungsrisikos führen
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60) Ein 28-jähriger Mann wird mit einer
40%igen Verbrennung aufgenommen. Welche Aussagen bezüglich der Ernährung
dieses Patienten ist (sind) richtig?
a) Die enterale Ernährung sollte frühestens
nach 3 Tagen begonnen werden
b) Die enterale Ernährung sollte bereits innerhalb der ersten 12
Stunden begonnen werden
c) Bei Verbrennungspatienten zeigt die enterale Ernährung gegenüber
der parenteralen Ernährung nur wenige Vorteile
d) Nach Aufbau der enteralen und parenteralen Ernährung kann bei
diesem Patienten eine Hyperalimentation (3000-4000 kcal/d) angestrebt
werden
e) Kommt es bei frühzeitigem Beginn der enteralen Ernährung
zu einem hohen gastralen Reflux, sollte die Menge der enteralen Ernährung
reduziert und die enterale Ernährung neu aufgebaut werden
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